Übriger Betriebsaufwand
Der übrige Betriebsaufwand umfasst die laufenden Betriebskosten, die nötig sind, damit dein Unternehmen funktioniert, aber nicht direkt zu deinem Kerngeschäft gehören.
Dazu zählen etwa Raumaufwand (Miete), Fahrzeug- und Unterhaltskosten, Versicherungen, Verwaltung, Informatik und Werbung.
Im Schweizer KMU-Kontenplan steht er in der Kontengruppe 6. Er ist damit die dritte grosse Aufwandsklasse neben Material- (4) und Personalaufwand (5).
Abzugrenzen ist er vom direkten Aufwand: Was direkt in einen Auftrag fliesst, gehört in Klasse 4, nicht in den übrigen Betriebsaufwand.
Miete, Versicherungen, Software, Werbung: Das sind Kosten, die dein Geschäft am Laufen halten, aber nicht direkt in dein Produkt fliessen. In der Buchhaltung landen sie im übrigen Betriebsaufwand. Schauen wir uns an, was da genau reingehört, wo es im Kontenplan steht und wie du es vom direkten Aufwand abgrenzt.
Der übrige Betriebsaufwand ist die Sammelstelle für all die Kosten, die dein Unternehmen am Laufen halten, ohne direkt in ein Produkt oder einen Auftrag zu fliessen. Miete, Versicherungen, Software, Werbung: Diese Ausgaben fallen an, egal woran du gerade arbeitest. In der Buchhaltung bündelst du sie im übrigen Betriebsaufwand.
Was ist der übrige Betriebsaufwand?
Jedes Unternehmen hat Kosten, die nicht direkt einem einzelnen Auftrag zugeordnet werden können, aber trotzdem unverzichtbar sind. Ohne Büro keine Arbeit, ohne Versicherung kein Schutz, ohne Werbung keine Kundschaft. Genau diese laufenden Betriebskosten fasst der übrige Betriebsaufwand zusammen.
Im Schweizer KMU-Kontenplan hat er einen festen Platz: die Kontengruppe 6. Er ist damit eine der drei grossen Aufwandsklassen, neben dem Materialaufwand in Klasse 4 und dem Personalaufwand in Klasse 5.
Was gehört dazu?
Die Kontengruppe 6 ist ziemlich breit. Das sind die typischen Positionen, die du dort findest:
Raumaufwand: Miete, Nebenkosten und Reinigung deiner Geschäftsräume (Konto 6000).
Unterhalt und Reparaturen: Instandhaltung von Mobiliar, Maschinen und Einrichtung (Konto 6100).
Fahrzeug- und Transportaufwand: Betrieb, Unterhalt und Leasing deiner Geschäftsfahrzeuge (Konto 6200).
Sachversicherungen, Abgaben und Gebühren: Betriebsversicherungen und Bewilligungen (Konto 6300).
Energie- und Entsorgungsaufwand: Strom, Heizung, Wasser und Entsorgung (Konto 6400).
Verwaltungs- und Informatikaufwand: Büromaterial, Telefon, Internet, Software und Beratung (Konten 6500 und 6570).
Werbeaufwand: Inserate, Website, Social Media und übriges Marketing (Konto 6600).

Die drei Aufwandsklassen
Der grösste Teil des Kontenplans ist Aufwand, und der verteilt sich auf drei Klassen. Es hilft, den übrigen Betriebsaufwand im Verhältnis zu den anderen beiden zu sehen.

In Klasse 4 steht der direkte Aufwand für Material, Ware und bezogene Dienstleistungen, also alles, was direkt in einen Auftrag fliesst. Klasse 5 ist der Personalaufwand mit Löhnen und Sozialleistungen. Und Klasse 6 ist der übrige Betriebsaufwand, der alles Übrige auffängt, was den Betrieb am Laufen hält.
Übriger Betriebsaufwand oder direkter Aufwand?
Die häufigste Frage in der Praxis: Gehört eine Ausgabe in den übrigen Betriebsaufwand oder in den direkten Materialaufwand? Die einfache Faustregel lautet: Fliesst die Ausgabe direkt in einen konkreten Auftrag, ist es Materialaufwand (Klasse 4). Fällt sie unabhängig vom einzelnen Auftrag an, ist es übriger Betriebsaufwand (Klasse 6).
Ein Beispiel: Bist du Malerin und kaufst Farbe für ein bestimmtes Haus, ist das Materialaufwand. Die Miete deines Lagers, deine Betriebshaftpflicht und dein Werbeflyer fallen dagegen an, egal welchen Auftrag du gerade hast. Sie sind übriger Betriebsaufwand. Verwaltungskosten wie Telefon, Software oder Reisespesen gehören ebenfalls hierher. Wie du Spesen korrekt abrechnest, zeigen wir dir in einem eigenen Beitrag.
Wie wird übriger Betriebsaufwand gebucht?
Aufwand nimmt immer im Soll zu. Bezahlst du zum Beispiel deine Monatsmiete von 1200 Franken über die Bank, buchst du «Raumaufwand an Bank 1200». Der Raumaufwand steht im Soll, weil der Aufwand steigt, die Bank im Haben, weil dein Guthaben sinkt.
Wie so ein Buchungssatz zustande kommt und warum Aufwand im Soll wächst, erklären wir dir in den verlinkten Einträgen im Detail.
Übriger Betriebsaufwand in MILKEE
Du musst die 6000er-Konten nicht auswendig kennen. Mit einer Buchhaltungssoftware für die Schweiz wie MILKEE erfasst du einen Beleg und ordnest ihn dem passenden Aufwandskonto zu, zum Beispiel Raumaufwand oder Werbeaufwand. Der KMU-Kontenplan ist bereits hinterlegt.
So siehst du am Jahresende auf einen Blick, wie viel du für Raum, Fahrzeug, Verwaltung oder Werbung ausgegeben hast, und wo du allenfalls sparen könntest. Genau diese Übersicht macht den übrigen Betriebsaufwand für deine Kostenkontrolle so wertvoll.
Fazit
Der übrige Betriebsaufwand bündelt die laufenden Betriebskosten, die dein Unternehmen am Laufen halten, ohne direkt in einen Auftrag zu fliessen: Raum, Fahrzeug, Versicherungen, Verwaltung, Informatik und Werbung. Im KMU-Kontenplan ist das die Kontengruppe 6, die dritte Aufwandsklasse neben Material und Personal.
Die entscheidende Abgrenzung: Was direkt in einen Auftrag fliesst, ist Materialaufwand, alles Allgemeine ist übriger Betriebsaufwand. Wer seine Betriebskosten sauber trennt, sieht genau, wohin das Geld fliesst, und behält seine Kosten im Griff.