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Einfache Buchhaltung führen

Darf ich eine einfache Buchhaltung führen?

Es gibt für Unternehmen in der Schweiz zwei Arten, ihre Buchführung zu erledigen. Entweder sie führen eine einfache oder eine doppelte Buchhaltung. Während beide Arten ihre Vorteile mit sich bringen, macht es besonders bei kleineren Unternehmen Sinn, auf eine einfache Buchhaltung zu setzen.

Wer darf eine einfache Buchhaltung führen?

Jedes Unternehmen in der Schweiz ist der Buchhaltungspflicht unterstellt. Das umschliesst Personengesellschaften (d.h. Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften) wie auch juristische Personen (GmbH, AG). Wenn dein Unternehmen aber weniger als 500’000.- CHF Umsatz im Jahr macht, so kannst du grundsätzlich eine einfache Buchhaltung führen.

Das heisst, du schreibst alle Einnahmen auf, dann alle Ausgaben und ziehst eine Bilanz daraus. Die Bilanz ist ganz einfach die Differenz aller Einnahmen und aller Ausgaben. Dieses Prozedere nennt man auch die Milchbüechli-Rechnung. Dabei musst du aber beachten, dass du für all deine Buchungen, also Einnahmen und Ausgaben, trotzdem Belege brauchst.

Zusammengefasst darfst du eine einfache Buchhaltung führen, wenn du folgende Fragen mit ja beantworten kannst:

  • Meine Firma ist eine Personengesellschaft (keine GmbH oder AG)
  • Meine Firma macht weniger als 500’000.- CHF Umsatz im Jahr

Für wen macht es Sinn, eine einfache Buchhaltung zu führen?

Obwohl das Prinzip der Milchbüechli-Rechnung sehr verlockend klingt, macht es bei einigen Unternehmen mehr Sinn, auf eine doppelte Buchführung zu setzen. Dies trifft in folgenden Fällen zu:

  • Dein Jahresumsatz übersteigt 100’000.- CHF
  • Du hast dich freiwillig der Mehrwertsteuer unterstellt

Wenn du mehr als 100’000.- CHF im Jahr umsetzt, so bist du automatisch MWST-Pflichtig. Das gleiche gilt natürlich, wenn du dich freiwillig der MWST unterstellt hast. Unter diesen Umständen kann es recht kompliziert werden, das mit einer Milchbüechli-Rechnung abzurechnen. Deswegen lohnt es sich in den meisten Fällen, ab dieser Schwelle eine Treuhänderin oder einen Treuhänder beizuziehen und gegebenenfalls auf eine doppelte Buchhaltung zu wechseln.

Fazit

Für Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften macht es in vielen Fällen Sinn, auf eine doppelte Buchhaltung zu verzichten und auf den Komfort der Milchbüechli-Rechnung zu setzen. Wie du eine vereinfachte Buchhaltung genau führst, erklären wir dir hier.

Sobald du aber mehr als 100’00.- CHF Jahresumsatz hast, kann sich eine doppelte Buchhaltung schnell lohnen.

Weiterführende Informationen

Informationen zur Mehrwertsteuer

Informationen zur Buchführungspflicht

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